Auf dieser Seite sind Neuigkeiten ab Juni 2019 zu finden

 

Alle Neuigkeiten von der Wiedergründung im Jahr 2016 bis zum Mai 2019 befinden sich hier.


27.05.2021: Kundgebung in Vlotho

Am 27. Mai haben wir mit mehreren hundert weiteren Demonstranten an der Kundgebung "Gestalte Dein WiduLand" in Vlotho teilgenommen, um gegen den Irrsinn einer ICE-Neubaustrecke Hannover-Bielefeld zu protestieren. Anlass war die Teilnahme der beiden für das Projekt verantwortlichen Planer der DB Netz AG Carsten-Alexander Müller und Volker Vorwerk an der Sitzung des Rats der Stadt Vlotho.

Danke an die BI WiduLand für die perfekte Organisation der Kundgebung!


27.04.2021: Ausführliche Stellungnahme zum ersten Vertiefungs-Workshop im Planungsdialog

Wenig Einsicht beim Bundesverkehrsministerium beim Vertiefungsworkshops

Das Plenum des Planungsdialogs Hannover-Bielefeld hat sich am 19.April 2021 zu seinem ersten Vertiefungsworkshop getroffen. Teilgenommen haben zeitweise mehr als 140 Personen, darunter unter anderem Vertreter von 22 BUND-Organisationen und die Vertreter der in der IG-Cosinus organisierten Bürgerinitiativen.

Schwerpunkt des Treffens war der Deutschlandt-Takt (Dritter Gutachterentwurf) und seine Bedeutung für das Bahnprojekt Hannover-Bielefed. Weitere Tagesordnungspunkte wie die Betrachtung der Bestandsstrecke sowie Überlegungen zu den Raumwiderständen wurden nach Antragstellung von Umwelt- und Naturschutzverbänden von der Tagesordnung genommen, um eine breite Diskussion zu ermöglichen.

Florian Böhm (Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur) zeigte sich als unnachgiebiger Insider, der mit seinen Ausführungen klar machte, dass 31 Minuten Fahrtzeit zwischen Hannover und Bielefeld Grundlage der Planungen des Projekts sind, auch um eine attraktive Fahrzeit zwischen Köln und Berlin von etwa 3 Stunden und 30 Minuten zu ermöglichen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen sei weiterhin alles offen. Eine Betrachtung der Bestandsstrecke sei auch möglich, nach unserem Eindruck aber eher als Alibi. Es scheint gerade so, als seien die vielen ablehnenden Stellungnahmen aus der Region im BMVI gar nicht angekommen. Und die in der Begründung genannte angestrebte Verdopplung des Fahrgastaufkommens, unter anderem durch vermehrtes Umsteigen auf die Bahn statt Inlandsflüge zu buchen, hält einer qualifizierten statischen Betrachtung nicht stand.

Philipp Schröder (SMA und Partner AG, Deutschlandtaktentwickler für das BMVI) ging auf zahlreiche Details der Planungen ein und benannte die Stakeholder in der Entwicklung des Deutschland-Takts, unter anderem der Fahrgastverband PRO BAHN, DB mit verschiedenen Abteilungen, letztlich auch die Siemens AG. Vom Wirtschaftsministerium aus Niedersachsen wurde massiv moniert, dass verschiedene Vorgaben des Landes Niedersachsen nicht in den Planungsprozess eingeflossen sind. Die Fahrtzeit von 31 Minuten zwischen Hannover und Bielefeld bzw. von 54 Minuten zwischen Hannover und Hamm ergibt sich aus der Konzeption der Knoten Hannover und Hamm im Dritten Gutachterentwurf, hieß es von Philipp Schröder. Hieran könne nicht gerüttelt werden.

Das sahen die Referenten Professor Wolfgang Hesse (LMU München) und Rainer Engel (Pro Bahn) in ihren Vorträgen anders. Hesse forderte, in Hannover eine andere Vernetzung der Nord-Süd-Richtungszüge mit den in Ost-West-Richtung fahrenden Zügen, um auch genügend Umsteigezeiten einzuplanen. Demnach sollten nach seinem Vorschlag die Taktzeitpunkte für die Nord-Süd-Verbindungen um 15 Minuten verschoben werden. Dann könnte zwischen Hannover und Bielefeld eine Fahrzeit von ca. 42 Minuten ausreichend sein. Wegen der Auswirkungen dieser Knotenänderung auf das Gesamtgefüge des Deutschland-Takts wurde dieser Vorschlag vom BMVI (Böhm) und SMA (Schröder) abgelehnt.

Rainer Engel (Pro Bahn) legte Wert darauf, in Bad Oeynhausen eine Anbindung der neuen Trasse zu planen, damit würden auch die Verbindungen via Osnabrück in die Niederlande in der Fahrzeit besser realisierbar.

Der Projektleiter Müller (DB) verwies am Ender der Diskussion noch einmal massiv auf seinen Planungsauftrag, nämlich eine Hochgeschwindigkeitstrasse zu planen und das Zeitziel von 31 Minuten zwischen Hannover und Bielefeld zu ermöglichen. Das solle planerisch in den nächsten Sitzungen erarbeitet werden.

Die DB Netz AG wies abschließend daraufhin, dass eine Umplanung wie von Hesse oder Engels gefordert nicht Bestandteil der Planungs-Prämissen sei. Für derartige Forderungen, die dann eine neue Erarbeitung des Fahrplans im Deutschlandtaktsystems erfordern, sei das BMVI zuständig, dessen Vertreter aber leider zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zugeschaltet war.

Aus unserer Sicht muss daher unbedingt ein Umdenken bei den politisch Verantwortlichen erreicht werden, sonst wird die gesamte Region unausweichlich mit zerstörerischer Wucht von den Auswirkungen einer ICE-Neubaustrecke getroffen.


19.04.2021: Erster Vertiefungs-Workshop im Planungsdialog

Der erste Vertiefungs-Workshop im Rahmen des Planungsdialogs am 19. April hat aus unserer Sicht mehr als deutlich gemacht, dass das Bundesverkehrsministerium und die Bahn zu überhaupt keinem echten Dialog bereit sind, sondern stur, kompromisslos, dickschädelig und uneinsichtig ihre grotesken Natur- und Landschaft-zerstörenden Ziele durchpeitschen wollen. Der sogenannte Planungsdialog hat sich damit als reine Alibi-Veranstaltung und als nackte Farce entpuppt. Selbst ein ehemals so überzeugter Befürworter des ICE-Neubaus wie der Detmolder Bahn-Experte Rainer Engel vom Fahrgastverband PRO BAHN e.V. hat sich darüber während des Workshops und auch gegenüber der Presse entsetzt geäußert.


Stellungnahme zum ersten Plenum des Planungsdialogs am 9. März 2021

Am 9.März fand das erste Plenum zum Planungsdialog des Bahn-Projekts Hannover-Bielefeld statt. Wir als teilnehmende Bürgerinitiative nehmen dazu wie folgt Stellung:

 

Vertrauen gewinnt man nicht über Nacht, erst recht nicht, wenn es über Jahre zerstört wurde.

Die Beseitigung des Engpasses zwischen Wunstorf und Bielefeld ist längst nicht mehr das einzige Kernziel im Bahnprojekt Hannover-Bielefeld. Der Streckenabschnitt ist Teil des Infrastrukturvorhabens „Deutschlandtakt“ des Bundesverkehrsministeriums, nach dessen Überzeugung der Taktfahrplan hier nur mit einer Fahrzeitverkürzung von bis zu 31min und Hochgeschwindigkeitszügen umsetzbar sei. Mit bis zu 300km/h will die Bahn in Zukunft durch die ländlichen Regionen in Schaumburg und Ostwestfalen rauschen.

Gemeinsam mit Natur- und Umweltschutzverbänden sowie weiterer Träger*innen öffentlicher Belange, nimmt die Bügerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg, Minden und Porta Westfalica e.V. (Bigtab) am Planungsdialog der DB Net AG teil. Am 09.03.2021 fand das erste Plenum als Online-Meeting via Microsoft Teams statt. Gleich zu Beginn wurden die rund 160 Teilnehmenden mit technischen Hürden konfrontiert, die Zweifel aufkommen lassen, ob dieses Format einem echten Bürgerdialog gerecht wird. Die Vorstellungsrunde musste abgebrochen werden, da die Kamerabilder nicht auf allen Endgeräten dargestellt werden konnten, Icons verdeckten die Präsentation, einzelne Redebeiträge waren aufgrund der schlechten Internetverbindung in ländlichen Regionen unverständlich.

Die Bigtab ging gut vorbereitet in das Treffen. Zusammen mit dem Interessenverband der Bürgerinitiativen IG Cosinus wurde ein Papier erarbeitet, das formale Forderungen an das Verfahren stellt. „Die Vernetzung ist für uns von großer Bedeutung. Trotz Pandemie pflegen wir einen guten und konstruktiven Austausch“, berichtet Gesine Frank, sie vertrat im Plenum die Interessen der Bigtab. „Leider wurde unsere gemeinsam erarbeitete Verfahrensordnung nicht behandelt, obwohl sie den Veranstaltern rechtzeitig zugesendet worden war.“ Unterstützt wurden die Inhalte des Papiers von den Landkreisen Schaumburg und Minden-Lübbecke sowie vielen Kommunen.

Durch die Veranstaltung führte Ralf Eggert von ifok, einem von der Bahn beauftragen Unternehmen für professionelle Mediation. Der Moderator stellte das „Selbstverständnis des Plenums“ vor, das solle als Grundlage für die Zusammenarbeit dienen, ist in der Präsentation zu lesen. Dass dieses Papier und weitere Unterlagen nicht vor dem Termin zur Verfügung standen, wurde kritisiert. Ralf Eggert sicherte Besserung für kommende Veranstaltungen zu und versprach, den Vorschlag der Bürgerinitiativen zur Verfahrensordnung allen Beteiligten des Verfahrens zugänglich zu machen.

Kernforderung der IG Cosinus für die Gespräche ist ein transparenter Dialog auf Augenhöhe mit verpflichtenden Ergebnissen. Für eine Mitbestimmung gäbe es keine rechtliche Grundlage, lehnte dagegen Projektleiter Carsten-Alexander Müller von der DB-Netz AG ab. Ernüchternd war auch die Aussage, es sei keine finanzielle Unterstützung für ggf. externe, von den Bürgerinitiativen eingeholte Expertisen zu erwarten, wie in der Verfahrensordnung der IG Cosinus gefordert. Gemessen an der Gesamtsumme des Projekts sei das doch ein kleiner Betrag, meinte eine Cosinus-Vertreterin. Da die Bürgerinitiativen naturgemäß nicht über große Summen verfügen, wird es für sie unter diesen Bedingungen noch schwieriger werden, Gespräche auf Augenhöhe zu führen.

Als Ergebnis aus den vielen bilateralen Vorgesprächen verkündete Carsten-Alexander Müller, der breiten Forderung nach Einbeziehung der Bestandsstrecke in die Prüfung werde entsprochen. Was sich gut anhört ist nicht viel Wert - wenn man bedenkt, dass der konkrete Planungsauftrag bis zum Tag des ersten Plenums nicht vorlag, obwohl das seit Wochen von Natur- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Politik und Verwaltung gefordert wurde. Dafür gab es scharfe Kritik von vielen Beteiligten, nicht nur von Gegnern der Hochgeschwindigkeitstrasse. Laut Aussage der Bahn liegt der vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) schriftlich erteilte Auftrag beim Eisenbahnbundesamt. An ihn muss sich die DB Netz AG bei ihrer Planung halten und beruft sich bei Rahmenbedingungen, wie den 31min bei bis zu 300km/h, darauf. „Wir verhandeln über keine Blackbox“, macht Gesine Frank deutlich „Wenn bestimmte Parameter darin festgeschrieben sind, macht es keinen Sinn die Bestandsstrecke zu prüfen. Auf ihr wird man Hannover-Bielefeld nicht in 31min fahren können“.

Immerhin sicherte Carsten-Alexander Müller zu, technische Inhalte aus dem Planungsauftrag zeitnah zur Verfügung zu stellen, was dann tatsächlich am 12.03.2021 erfolgte. Die technischen Planungsprämissen sind seitdem unter www.hannover-bielefeld.de/planung/praemissen nachzulesen.

Aus Sicht der Bigtab und weiterer Kritiker des Projekts schürt es Misstrauen und widerspricht der zugesicherten Transparenz, wenn das Papier nur in Teilen veröffentlicht wird. In der hitzigen Debatte darüber eilte NRW Bahn-Chef Werner Lübberink seinem Planungschef zur Hilfe: Man wolle doch ins Gespräch kommen und eine Vertrauensgrundlage schaffen. „Da bewegen wir uns auf ganz dünnem Eis,“ meldete sich Gesine Frank zu Wort, die sich seit 2002 für die Bigtab engagiert „Vertrauen ist über Jahre zerstört worden, da kann man nicht einfach den Schalter umlegen. Der schriftliche Planungsauftrag muss im Original auf den Tisch, meinetwegen schwärzen Sie personenbezogene Daten“ forderte sie.

Keine Verbindlichkeit, kaum Transparenz, keine finanzielle Unterstützung - Verhandlungen auf Augenhöhe sind unter diesen Voraussetzungen kaum gegeben, resümiert der Bigtab-Vorstand. Dazu kommt die Nachricht aus den Vorgesprächen der Bahn mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten: Die Bahn lehnte darin auf Nachfrage ab, Regionalverkehre und weitere Netzknotenpunkte wie Hamm oder Hameln in die Prüfung einzubeziehen. „Wir bleiben hartnäckig und werden weiter auf eine Bürgerbeteiligung drängen, die ihren Namen verdient“, lässt der Bigtab-Vorstand wissen.

Nach den nun im Netz eingestellten Antworten auf die vielen Fragen, die bei der Auftaktveranstaltung insbesondere zu den Planungsvorgaben gestellt wurden, sieht es im Grunde viele schlimmer aus. Der Beirat hat, so die Meinung der Planer, nur eine beratende Funktion, man könnte auch sagen eine Feigenblattfunktion, denn das wird beim Lesen klar, an den Parametern der Planung (31 Minuten von Hannover nach Köln, weniger als 4 Stunden Fahrzeit von Berlin bis nach Köln) darf nicht gerüttelt werden, da das ja dem Planungsauftrag widerspreche. Und die Vorgaben des Deutschlandtaktes infrage zu stellen, sei nicht ins Benehmen der Planer gestellt. Radio Eriwan lässt grüßen. Reinhard Fromme: „Wir laufen auf ein Schaumburg-Ostwestfalen 2030 zu, wenn das so weitergeht“.


In eigener Sache: Thomas Rippke legt Amt des ersten Vorsitzenden aus beruflichen Gründen nieder

Mit großem Bedauern müssen wir euch mitteilen, dass Thomas Rippke aus beruflichen Gründen mit Wirkung zum 1. März seinen Posten als erster Vorsitzender niederlegt und aus dem Vorstand der Bigtab ausscheidet.


Thomas war bereits Sprecher der Bigtab von 2002 bis 2004 und damit maßgegblich für den seinerzeit erreichten Erfolg verantwortlich, die Neubaupläne des damaligen Bahn-Chefs Hartmut Mehdorn durch das Schaumburger Land und OWL zu verhindern.


Der Vorstand bedauert dies sehr. Wir sagen ausdrücklich Danke an Thomas für die geleistete Arbeit und die ständige Bereitschaft, sich für den trassennahen Ausbau einzusetzen und die vielen Türen einzutreten, um uns voranzubringen.

 

Thomas Rippke wird sich weiterhin als aktives Mitglied der Bigtab mit aller Kraft für unser gemeinsames Ziel, den trassennahen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hannover-Minden, einsetzen, und wir sind sehr froh, ihn mit seiner Erfahrung und Fachkenntnis weiterhin in unseren Reihen zu haben.


Vorerst werden die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Gesine Frank und Reinhard Fromme die Bigtab weiterhin nach außen vertreten. Petra Meisel wird Ansprechpartnerin für organisatorische Fragen und Mitglieder sein. Thomas Meier wird die Maileingänge und Schriftverkehre verwalten.


Sobald die Corona-Regelungen es zulassen, wird im Rahmen einer ordnungsgemäß einberufenen Jahreshauptversammlung der Vorstand neu gewählt.


Stellt uns eure Fragen!

Am 14. Januar fand die Auftakt-Veranstaltung zum Planungsdialog der DB Netz AG für das Bahnprojekt Hannover-Bielefeld statt. Einige Fragen wurden beantwortet, aber viele stehen weiterhin offen im Raum, auch und gerade diejenigen, die während der Veranstaltung im Chat gestellt wurden.

 

Daher stehen wir auch weiterhin für Eure Fragen zur Verfügung!

 

Was wollt Ihr zum Bahnprojekt Hannover-Bielefeld wissen, was liegt Euch auf dem Herzen, was wollt Ihr erklärt haben?

 

Schickt uns Eure Fragen per E-Mail an

 

fragen@bigtab.info

 

Wir sammeln die Fragen und veröffentlichen sie zeitnah zusammen mit unseren Antworten auf Facebook sowie auf unserer Homepage unter Ihr fragt - wir antworten.


14.01.2021: Offizieller Auftakt zum Planungsdialog beim Bahnprojekt Hannover-Bielefeld

Am Donnerstag, 14.01.2021, findet der offizielle Auftakt zum Planungsdialog der DB Netz AG zum Bahnprojekt Hannover-Bielefeld statt. Die Veranstaltung findet online statt und steht allen interessierten Bürgern offen.

 

Link zum Online-Auftakt zum Planungsdialog Hannover-Bielefeld


Jetzt Petition unterzeichen!

Hier geht's zur Petition auf change.org, mit der wir Bundestag und Bundesrat dazu auffordern, den Deutschland-Takt zu überarbeiten und vom Deutschen Bundestag authorisieren zu lassen:

 

Petition


05.12.2020: Kundgebung der BIGTAB gegen die ICE-Neubautrassenpläne in Eisbergen

Das war eine wirklich tolle Resonanz: Rund 500 Teilnehmer haben am Samstag bei unserer Demonstration klipp und klar NEIN gesagt zum Vorhaben einer ICE-Neubaustrecke durch Schaumburg und Ostwestfalen-Lippe. Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit zahlreicher Vertreter des politischen Lebens aus Porta Westfalica und den Nachbar-Kommunen. Über Partei- und Ländergrenzen hinweg hat die Region hier den Schulterschluss gegen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Bahn gezeigt. Wir lehnen alle fünf Vorschlagsvarianten, mit denen die Bahn in die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung starten will, ab und fordern weiterhin die ausschließlich trassennahen Ausbau der Bestandsstrecke Hannover-Minden von zwei auf vier Spuren.


24.11.2020: Der Planungsauftrag des BMVI an die Deutsche Bahn ist erteilt!

Am 24.11.2020 hat das Bundesministerium frü Verkehr und Digitale Infrastruktur die Katze aus dem Sack gelassen: Der Planungsauftrag für das Bahnprojekt ABS/NBS Hannover-Bielefeld ist erteilt. Die Bahn wird mit fünf Varianten Mitte Januar 2021 in die Phase der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung starten.


Danke an Michael Hausdorf für die Einsendung dieses tollen Fotos!



Protestaktion am 31. Oktober in Porta Westfalica Möllbergen

Auf große Resonanz ist unsere Protestaktion am 31. Oktober in Porta Westfalica gestoßen. Rund 200 Personen aus Möllbergen und den umliegenden Ortsteilen nahmen an der Aufstellung unseres Protestbanners am  Restaurant "Prinsenhof" an der Möllberger Straße teil - natürlich stets unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Regeln. Davon konnte sich auch die Polizei überzeugen, die die Protestaktion begleitete. Vielen Dank an Horst Wehage aus Porta Westfalica, der die Veranstaltung organisiert, angemeldet und geleitet hat.

Zugleich bildete das Aufstellen des Protestbanners in Möllbergen den Startschuss für die von Holger Hansing von der Lokalen Agenda-Gruppe "Biodiversität" initiierte Challenge "Rote Kreuze". Die Aufgabe besteht darin, so viele rote Kreuze wie möglich in den Gebieten aufzustellen, die vom Bau einer neuen ICE-Schnellfahrstrecke betroffen sein könnten, sie zu fotografieren und in den sozialen Netzwerken zu posten.

Mit beiden Aktionen wollen wir erneut unsere Protest in Richtung Berlin verstärken und unser erklärtes Ziel unterstreichen, dass wir uns gemeinsam mit allen befreundeten Bürgerinitiativen, Vereinen und Naturschutzverbänden sowie mit allen kommunalen Ebenen für den viergleisigen Ausbau der vorhandenen Bahnstrecke Hannover-Minden und gegen eine ICE-Neubaustrecke durch die Region einsetzen.


Facebook- und Instagram-Challenge: Protestkreuze gegen ICE-Neubautrasse

Macht mit bei der Facebook- und Instagram-Challenge "Rote Protestkreuze"!

 

Baut ein rotes Kreuz als Zeichen Eures Widerstands gegen eine mögliche ICE-Neubautrasse durch Schaumburg oder Porta Westfalica, stellt es auf, fotorafiert es und postet es mit den Hashtags

 

#ausbaustattneubau #bigtab #bmvi

 

in den sozialen Netzwerken!

 


15.10.2020: Vortragsveranstaltung mit Professor Dr. Wolfgang Hesse und Dr. Bernhard Knierim in Bückeburg

Am Donnerstag, 15. Oktober 2020, haben auf Einladung der Initiative Pro Ausbau Professor Dr. Wolfgang Hesse und Dr. Bernhard Knierim in Bückeburg zum Deutschland-Takt referiert.

 

Beide sprechen sich gegen eine ICE-Neubaustrecke Hannover-Bielefeld und für eine Änderung des derzeitigen Zielfahrplans 2030plus für den Deutschland-Takt aus. Ebenso befürworten beide den vierspurigen Ausbau des bislang zweispurigen Schienenengpasses Minden-Hannover.

 

Professor Dr. Wolfgang Hesse befürwortet eine Auflösung des Knotens Hannover: Gegenüber dem derzeitigen Konzept sollen nur die Fernzüge in Nord-Süd-Richtung zur vollen und halben Stunde einfahren, die Züge in Ost-West-Richtung hingegen zur Viertel- und zur Dreiviertelstunde.

 

Diese Ideen finden unsere volle Unterstützung.

 

Professor Hesses Vorschlag, die Fahrzeit Bielefeld-Hannover durch eine Umfahrung Mindens "maßvoll" um etwa 8 Minuten zu beschleunigen, und das ausgerechnet gemäß des Vorschlags aus dem Bundesverkehrswegeplans 2030 vom Frühjahr 2016, müssen wir hingegen mit aller Konsequenz widersprechen. Dies würde zwangsläufig wieder auf das Projekt 2-016-V01 aus dem Bundesverkehrswegeplans 2030 einer Neubaustrecke Hannover-Porta-Westfalica mit Zerstörung der Bückeburger Niederung und mit Tunnel durch den Jakobsberg führen.


04.09.2020: Grüne kritisieren möglichen Neubautrassenverlauf durch Porta Westfalica

Am Freitag, 04.09.2020, haben Angehörige der Grünen und zahlreiche interessierte Bürger auf Einladung der Kreistagsfraktion Minden-Lübbecke von Bündnis 90 / Die Grünen im Rahmen einer Bereisung die südlichen Ortsteile von Porta Westfalica besucht und dabei die Bereiche in Augenschein genommen, die im Falle eines ICE-Neubautrassenbaus von Hannover nach Bad Oeynhausen besonders betroffen wären. Dazu zählten der Bereich von Vennebeck südlich des Großen Weserbogens, wo die Neubautrasse nahe der Autobahn A2 über die Weser führen würde, das Gewerbegebiet Vennebeck-Ost, wo sich unter anderem die Zentrale und das Zentrallager von Porta Möbel befindet, das Trinkwasserschutzgebiet Holzhausen-Eisbergen sowie die Naturschutzgebiete "Holzhauser Mark" und "Schwatten Paul".

Am Mackenkampsweg demonstrierten die Teilnehmer der Bereisung mit mehreren über einem Feld gespannten Seilen die Breite der Baustelle für eine ICE-Strecke von 65 Metern.

Deutliche Kritik an dem Neubau-Vorhaben äußerten unter anderem die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann und die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfrakton Melanie Hövert. Beide sprachen sich ausdrücklich für die Einführung eines integralen Takt-Fahrplans, aber gegen den Neubau einer Schnellfahrstrecke der Bahn aus. Vielmehr müsse die vorhandene Bahnstrecke Hannover-Bielefeld ausgebaut und ertüchtigt werden. Landratskandidat Siegfried Gutsche wies auf die dramatischen ökonomischen Folgen hin: Minden würde im Falle eines ICE-Streckenneubaus nicht nur seine ICE-Halte verlieren, sondern (sofern die Neubaustrecke nach Bad Oeynhausen führt) auch seine IC-Halte. Beosnders deutliche Worte fand die Portaner Bürgermeisterkandidatin Anke Grotjohann: "Man muss so ein Projekt im Keim ersticken."


Am Montag, 14. September 2020, um 22 Uhr NDR Fernsehen einschalten!

Am 2. August haben wir gegenüber dem NDR Fernsehen umfangreich Stellung zur geplanten ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Bielefeld genommen. Zu sehen sind die Aufnahmen am Montag, 14. September 2020, um 22 Uhr im NDR-Fernsehen im Rahmen der Dokumentation "45 min: Die Bahn - mobil oder marode?".


CDU-Bürgermeisterkandidat von Minden spricht sich für trassenfernen Neubau der Bahn aus.

Mit dem Mindener CDU-Bürgermeisterkandidaten Dr. Konrad Winckler hat sich erstmals ein heimischer Kommunalpolitiker offen für den trassenfernen Neubau der Bahn ausgesprochen. "ICE Ausbau nicht durch Minden" steht als ein politisches Ziel in seinem Wahlprogramm "#minden2050".

 

Im Bericht der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung nimmt er umfangreich zu den Gründen und Argumenten für diese Position Stellung.


02.08.2020: NDR Fernsehen dreht mit der BIGTAB auf dem Bückeburger Marktplatz und in der Luft

Am Sonntag, 2. August, haben wir nicht nur zahlreichen Passanten auf dem Bückeburger Marktplatz während des verkaufsoffenen Sonntags zum aktuellen Sachstand beim Thema Bahnausbau Rede und Antwort gestanden, sondern auch dem NDR Fernsehen. Im Flugzeug ging es zunächst vom Flugplatz Porta Westfalica Vennebeck in die Luft und über die Regionen Schaumburgs und Ostwestfalen-Lippes, die mit größter Wahrscheinlichkeit vom Bau einer neuen ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Bielefeld betroffen sein würden. Danach wurde auf dem Marktplatz an unserem Info-Stand gedreht.


Gegenüber dem NDR Fernsehen und den übrigen anwesenden Medien sowie in zahlreichen Gesprächen mit Bürgern haben wir noch einmal unsere Position bekräftigt:


1) Auch nach dem Berliner Schienengipfel und der Veröffentlichung des finalen Zielfahrplans 2030plus für den Deutschland-Takt kommt für uns nur der trassennahe Ausbau der bestehenden Bahnstrecke in Frage, da nur er Natur und Menschen hier vor Ort ausreichend schont.


2) Auch wenn es so aussieht, dass die 2016 bekannt gewordene Planung einer Neubaustrecke durch die Bückeburger Niederung und durch den Jakobsberg bei Porta Westfalica offenbar nicht mehr weiter verfolgt wird, da sie den Anforderungen des Zielfahrplans 2030plus nicht gerecht wird, dürfen sich die Städte Bückeburg, Minden und Porta Westfalica nicht entspannt zurücklehnen und glauben, sie seien "aus dem Schneider". Bückeburg kann es immer noch mit der Idaturm-Trasse erwischen, die von Stadthagen Richtung Süden mittels Tunnel durch den Harrl führen würde. Die südlichen Bereiche von Porta Westfalica könnten schwer getroffen werden durch die Variante einer Neubaustrecke durch das Auetal, die bei Bad Oeynhausen wieder in die Bestandsstrecke mündet.


3) Wir begrüßen ausdrücklichen die Einführung eines integralen Taktfahrplans für die Bahn. Es gibt jedoch keinerlei Nachweis, dass Fernzüge dafür zwingend in nur 30 MInuten von Hannover nach Bielefeld fahren müssen. Der Deutschland-Takt ist auch mit anderen Takt-Zeiten problemlos möglich, und dafür reicht der trassennahe Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Minden vollständig aus.

 

Zu sehen sein werden die Aufnahmen des NDR Fernsehens am Montag, 14. September 2020, um 22 Uhr im Rahmen der Sendung "45 Min - Die Bahn mobil oder marode?"


02.08.2020: BIGTAB-Infostand auf dem Bückeburger Marktplatz

Am Sonntag, 2. August 2020, sind wir von 15 Uhr bis 17 Uhr während des verkaufsoffenen Sonntags in Bückeburg mit einem Info-Stand auf dem Marktplatz präsent.

Angesichts der Fakten, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 30. Juni mit dem Schienengipfel und dem Finalen Zielfahrplan für den Deutschland-Takt geschaffen hat, gilt es, sich für anstehenden Frühen Bürgerdialog zu positionieren und vorzubereiten.

Darüber möchten wir mit den Bürgern aus Schaumburg, MInden und Porta Westfalica diskutieren.

Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Meinung. Schauen Sie am Sonntag vorbei, es lohnt sich.

Selbstverständlich werden an unserem Info-Stand alle vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln berücksichtigt.


07.07.2020: Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident zu Besuch in Stadthagen

Beim Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten Bernd Althusmann (CDU) in Stadthagen haben das Bundesland Niedersachsen und der Landkreis Schaumburg den Schulterschluss geübt: Beide lehnen ausdrücklich den Neubau einer ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Bielefeld ab und fordern den trassennahen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hannover-Minden.

 

Bernd Althusmann: „Ich bin überzeugt, dass die Ausbaulösung im Einklang mit dem Deutschlandtakt steht.“

 

Vollständiger Bericht über den Besuch in unserem Pressebereich


30.07.2020: Unterzeichnung Schienen-Pakt und Veröffentlichung des dritten Gutachter-Entwurfs zum Deutschland-Takt

Am heutigen Dienstag, 30. Juni 2020, wurde im Rahmen des dritten Schienengipfels im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der Schienenpakt für das Zukunftsbündnis Schiene unterzeichnet. Der in diesem Zusammenhang veröffentlichte dritte und finale Gutachterentwurf des Zielfahrplans 2030plus für den Deutschland-Takt weist aus Sicht der hiesigen Region keine signifikanten Veränderungen auf. Es bleibt beim Projekt einer Neubaustrecke Hannover-Bielefeld für 300 Stundenkilometer, auf der die Züge die Fahrt zwischen beiden Städten in 31 Minuten zurücklegen sollen.

 

Damit scheint festzustehen:

 

- Das Ziel einer Neubaustrecke Hannover-Bielefeld für 300 Stundenkilometer ist gesetzt. Auf der Strecke Hannover-Bielefeld sollen Fernzüge zukünftig um 17 Minuten schneller fahren.

 

- Die 2016 vorgeschlagene Neubaustrecke Hannover-Porta mit Tunnel durch den Jakobsberg scheint aus dem Rennen zu sein, da sie nur für 230 Stundenkilometer ausgelegt war und nur 8 Minuten eingespart hätte.

 

- Das Schaumburger Land ist weiterhin durch mindestens vier mögliche Trassenvarianten bedroht:

 

  Eine autobahnnahe Neubaustrecke Seelze-Bielefeld durch das Auetal

 

  Eine autobahnnahe Neubaustrecke Seelze-Bad-Oeynhausen durch das Auetal

  Eine Neubaustrecke Stadthagen-Bielefeld mit Tunneln durch den Harrl und das Wesergebirge

 

  Eine Neubaustrecke Seelze-Minden entlang des Mittellandkanals

 

 

Zu den veröffentlichten Unterlagen:

 

Masterplan Schienenverkehr

 

Abschlussbericht der Arbeitsgruppen des Zukunftsbündnis Schien

 

Präsentation Deutschlandtakt

 

Masterplan Schienengüterverkehr

 

Website des BVMVI zum Deutschland-Takt

 

Berichte und Planungsunterlagen zum Deutschland-Takt

 

 


Liebe Mitglieder und Freunde der Bigtab sowie alle am Thema Bahnausbau Interessierte,
 
unsere Jahreshauptversammung, die am Freitag, 20.03.2020, im Hotel GROSSE KLUS hätte stattfinden sollen, wird auf Grund der bekannten Umstände verschoben. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
 
Für weitere Fragen stehen wir gerne per Mail und über alle übrigen elektronischen Kanäle zur Verfügung. Wir bleiben natürlich trotz der für uns alle nicht einfachen Umstände aufmerksam und am Thema dran.
 
Vielen Dank für das Verständnis und bitte gebt die Informationen weiter.
 
Achtet auf Euch und bleibt alle gesund!
 
Der Bigtab Vorstand

14.02.2020: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) übt scharfe Kritik am Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI)

Olaf Brandt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND übt in einem Kommentar scharfe Kritik am Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur.

 

Zum vollständigen Wortlaut des Kommentars


25.01.2020: MdB Achim Post aus Minden unterstreicht seinen Widerstand gegen eine ICE-Neubautrasse Hannover-Bielefeld

"„Ich bin nach wie vor eindeutig für den trassennahen Ausbau der Strecke Bielefeld-Hannover. Seit Jahren engagiere ich mich deshalb vor allem mit meinen Bundeskollegen Marja-Liisa Völlers und Stefan Schwartze aus den benachbarten Kreisen Schaumburg und Herford mit Bürgerinitiativen, betroffenen Städten sowie partei- und länderübergreifend gegen milliardenteure und umweltschädliche Neubaustrecken wie z. B die Tunnelbahn durch den Jakobsberg."

 

Den vollen Wortlaut der Erklärung gibt es hier.


18.01.2020: Demonstration gegen das MgvG und eine ICE-Neubaustrecke im Auetal

Dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und seinem Chef Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sind heute die geballte Wut der Region entgegengeschlagen:

Rund 450 Menschen machten bei der Demonstration der BI Auetal ihrem Unmut über den Wahnsinn einer ICE-Neubaustrecke von Hannover nach Bielefeld und das vom BMVI geplante Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) lautstark Luft.

Beteiligt waren auch Abordnungen der Bürgerinitiativen Bigtab und SG Nenndorf "Mit Masse gegen die Trasse".

Redner vor dem Rathaus der Gemeinde Auetal waren unter anderem die stellvertretende BI-Vorsitzende Claudia Grimm, Auetals Bürgermeister Heinz Kraschewski, WG-Ratsherr Martin Niemeyer und die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers. Im Namen der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Auetal wurde ein Grußwort von CDU-Ratsherr Joern Lohmann verlesen.

Sie alle waren sich einig:

Das vom BMVI geplante Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) ist in seiner jetzt vorgelegten Form europarechtswidrig und darf so nicht in Kraft treten.

Die vorhandene Bahnstrecke Hannover-Minden muss trassennah ausgebaut und der Bau einer ICE-Schnellfahrstrecke durch Schaumburg muss unter allen Umständen verhindert werden.


Ankündigung der Kollegen der BI Auetal zur Demonstration gegen das Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) und gegen den ICE-Neubautrassen-Wahnsinn aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infratruktur

Termin: Samstag, 18.01.2020

Beginn: 10.45 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz der Firma Tünnermann, Niedere Heide 5, 31749 Auetal / Rehren



Veranstaltungsankündigung:



Neue Großplakate rund um Bückeburg, Minden und Porta Westfalica

Am Mittwoch, 30. Oktober, haben wir mit der Aufstellung neuer Großplakate rund um Bückeburg begonnen. Darauf fordern wir, wie auch schon bei der gemeinsamen Demonstration mit der BI Auetal am 01.07.2019 am Mittellandkanal "Bahn - na klar! Ausbau statt Neubau!" In den kommenden Wochen werden weitere Großplakate folgen und auch die in die Jahre gekommenen Banner von 2016 Stück für Stück ersetzen.


Folgen eines ICE-Trassenneubaus durch das Auetal:

Im Falle des Baus einer ICE-Schnellfahrtrasse durch das Auetal wäre unter anderem der Ortsteil Borstel auf Grund seiner topographischen Lage massiv betroffen. Am schlimmsten treffen würde es den direkt an der Aue gelegenen landwirtschaftlichen Familienbetrieb Bredemeier mit seinem bis weit über das Auetal hinaus bekannten Hofladen.


17.10.2019: Info-Veranstaltung in Bernsen

Volles Haus im Dorfgemeinschaftshaus Bernsen bei der Info-Veranstaltung der BI Auetal: Landrat Jörg Farr und Bürgermeister Heinz Kraschewski informierten über die Ergebnisse ihres Besuchs im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bei Staatssekretär Enak Ferlemann. Gemeinsam mit dem BI-Vorsitzenden Hendrik Steg sowie zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum ließen sie keinen Zweifel daran, dass sich die einzelnen, von möglichen Trassenvarianten betroffenen Teile der Region nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern gemeinsam den Irrsinnsplänen einer ICE-Neubautrasse die Stirn bieten werden. Nur und ausschließlich der trassennahe Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hannover-Minden ist zu akzeptieren.

Die mittlerweile rund 500 Mitglieder starke BI Auetal wird ihren Vorstand zukünftig mit einer Aktiven-Gruppe verstärken und ihre Aktivitäten im Osten des Tals intensivieren. Landrat Jörg Farr wies darauf hin, dass der Landkreis Schaumburg eine Lenkungsgruppe ins Leben rufen wird und zudem 100.000 Euro in den Haushalt eingestellt hat, um mit planerischer und juristischer Fachkompetenz den trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Minden durchzusetzen.


08.10.2019: Demonstration in Rehren/Auetal gegen den Wahnsinn einer ICE-Neubaustrecke durch Schaumburg und für den trassennahen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hannover-Minden

Fast 300 Demonstranten haben bei der Kundgebung am 08.10.2019 in Rehren/Auetal klipp und klar zum Ausdruck gebracht, was sie von der gigantischen Natur- und Landschaftszerstörung durch eine ICE-Neubaustrecke halten: Gar nichts!

 

Zum Bericht aus der SZ/LZ
Kompletter Bericht aus der
Schaumburger Zeitung dazu in unserem Pressebereich.


Die Kollegen der Bürgerinitiative Auetal rufen am Dienstag, 08. Oktober 2019, zur Demonstration in Rehren gegen eine ICE-Neubautrasse durch Schaumburg auf.
Beginn: 16 Uhr
Treffpunkt: Schulhof der Grundschule Rehren

Von dort geht es zum Rathaus, wo Bürgermeister Heinz Kraschewski die Geschenke für Staatssekretär Enak Ferlemann überreicht werden.

Weitere Infos: https://bi-auetal.de/


27.09.2019: Informationsveranstaltung in Buchholz zur geplanten ICE-Neubautrasse

Buchholz wacht auf! Fast 150 Besucher, somit rund jeder fünfte Einwohner des Orts, kam zu der Informationsveranstaltung zur geplanten ICE-Neubautrasse durch Schaumburg. Auf Einladung der Wählergemeinschaft in Buchholz, vertreten durch den ersten Vorsitzenden Frank Puderbach und Bürgermeister Hartmut Krause, gaben Landrat Jörg Farr und Hendrik Steg, der erste Vorsitzende der Bürgerinitiative Auetal, Auskunft über den derzeitigen Informationsstand.


BIGTAB for Future:

Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Verkehr auf die Schiene!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Verkehrswende!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Klimaschutz!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt gesetzlichen Lärmschutz!
Trassennaher Ausbau der Bahn schont Natur und Landschaft!
---
Trassenneubau vernichtet Natur!
Trassenneubau zerstört Landschaft!
Trassenneubau zerstört Grundwasser!
Trassenneubau tötet Tierwelt.
Trassenneubau vernichtet Landwirtschaft.
Trassenneubau vernichtet Lebensraum.
Trassenneubau vernichtet Milliarden Steuergelder.


BIGTAB for Future:

Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Verkehr auf die Schiene!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Verkehrswende!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt Klimaschutz!
Trassennaher Ausbau der Bahn bringt gesetzlichen Lärmschutz!
Trassennaher Ausbau der Bahn schont Natur und Landschaft!
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Trassenneubau vernichtet Natur!
Trassenneubau zerstört Landschaft!
Trassenneubau zerstört Grundwasser!
Trassenneubau tötet Tierwelt.
Trassenneubau vernichtet Landwirtschaft.
Trassenneubau vernichtet Lebensraum.
Trassenneubau vernichtet Milliarden Steuergelder.


Keine ICE-Trasse durch's Auetal! Eine ganze Region sagt beim Erntefest im Auetal NEIN zum Neubautrassen-Wahnsinn der Bahn und des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur!

Foto: Kerstin Lange / Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung
Quelle: http://www.szlz.de

Zum Bericht aus der SZ/LZ
Kompletter Bericht aus der
Schaumburger Zeitung dazu in unserem Pressebereich.


„Ich bin nicht gewählt worden, um irgendwelche Highspeed-Fantasien des Bundesverkehrsministeriums durchzusetzen. Der Bahnausbau am Bestand ist mein Auftrag, und nur dafür werde ich kämpfen.“
MdB Marja-Liisa Völlers, 03.09.2019


"Durch die geplante Schnellbahntrasse würde die gesamte Natur im Auetal vernichtet. Das betrifft vor allem unsere Kinder und daher sollen auch sie sich an dem Protest beteiligen können."

Lars Büttner, Mitglied der Bürgerinitiative Auetal

Bericht aus der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung vom 13.09.2019


Eine ganze Region sagt NEIN zum Neubautrassen-Wahnsinn der Bahn und des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur! So wie hier die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Bernsen im Auetal.

 

Foto: Jugendfeuerwehr Bernsen / Benjamin Weiser, BI Auetal


03.09.2019: Info-Veranstaltung der Kollegen der BI Auetal

Riesenandrang im und vor dem Feuerwehrgerätehaus Rehren: Auf Einladung der BI Auetal referierte dort die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers zum derzeitigen Sachstand des Bahnprojekts ABS/NBS Hannover-Bielefeld.

Nach den einführenden Worten des BI-Vorsitzenden Hendrik Steg gab es einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung seit dem ersten Versuch von 2002, eine Neubautrasse der Bahn durch den Landkreis Schaumburg zu bauen, von unserem Vorsitzenden Thomas Rippke.

Für die Bundestagsabgeordnete Völlers stand am Ende ihres Referats das Fazit: "Ich bin nicht gewählt worden, um irgend welche Highspeed-Fantasien des Bundesverkehrsministeriums durchzusetzen. Der trassennahe Ausbau am Bestand ist mein Auftrag, und nur dafür werde ich kämpfen."


Am Dienstag, 3. September 2019, laden die Kollegen der BI Auetal zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit der Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers ein. Auch die BIGTAB wird daran beteiligt sein.

 

Ort: Feuerwehrhaus in Rehren, Waitzenbinde 10, 31749 Auetal / Rehren
Beginn: 19 Uhr

 

Bericht aus der Schaumburger Zeitung dazu in unserem Pressebereich.


Kommt die Schnellfahrstrecke der Bahn durch den Landkreis Schaumburg, dann wird es bei uns ebenso aussehen wie auf der Großbaustelle der ICE-Neubaustrecke Ulm-Wendlingen:

Ein groteskes Horror-Szenario aus Schutt, Kies, Geröll, Beton, Abraumhalden, Baufahrzeugen und ohrenbetäubendem Lärm, ein einziger Alptraum aus ruinierter Landschaft, zerstörtem Lebensraum und vernichteter Natur.

Darum: Jedwede Neubau-Variante der Bahn durch Schaumburg muss unter allen Umständen und mit allen zur Verfügung stehenden legalen Mitteln verhindert werden. Nur und ausschließlich der trassennahe Ausbau der vorhandenen Bahnstrecke von zwei auf vier Gleise ist zu akzeptieren.


06.08.2019

Die Bundestagsabgeordnete Katja Keul hat sich bei einem Besuch der BI Auetal klar und unmissverständlich für einen trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Minden und gegen eine Neubaustrecke durch das Auetal ausgesprochen.

 

Bericht aus der Schaumburger Zeitung dazu in unserem Pressebereich.


22.07.2019

Der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann hat im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Rinteln seine kategorische Ablehnung eines Trassenneubaus durch Schaumburg unterstrichen. "Auch für mich kommt nur ein trassennaher Ausbau infrage", erklärte er gegenüber den Zuhörern, darunter auch Mitglieder von Bigtab und BI Auetal.

 

Bericht aus der Schaumburger Zeitung dazu in unserem Pressebereich.


19.07.2019

Eine Kommune nach der anderen geht gegen die Wahnsinnspläne des Bundesverkehrsministeriums für eine Schnellbahntrasse durch Schaumburg auf die Barrikaden. Jetzt hat die Gemeinde Buchholz Widerstand angekündigt.


Bericht dazu aus der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung vom 19.07.2019 in unserem Pressebereich


02.07.2019

 

Der Landkreis Schaumburg macht mobil gegen den Wahnsinn einer Neubautrasse!

Einstimmig und ohne Enthaltungen hat der Kreistag des Landkreises am 02.07.2019 die Einsetzung einer Lenkungsgruppe sowie die Bereitstellung von 100.000,- Euro außerplanmäßiger Haushaltsmittel für die planerische und juristische Begleitung des Verfahrens beschlossen. Ziel: Die Durchsetzung des trassennahen Ausbaus der bestehenden Bahnstrecke und das Verhindern einer Neubaustrecke durch Schaumburg!

Berichte dazu aus der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung und dem Schaumburger Wochenblatt in unserem Pressebereich


01.07.2019: BIGTAB, BI Auetal und BiCon demonstrieren gemeinsam am Mittellandkanal

Bahn ja - trassennah!" Und "Nur trassennah ist wunderbar!"

Das dürfte Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und seinen Begleitern auf dem Weg zur Eröffnung des Containerhafens RegioPort Weser I am Mittellandkanal noch lange in den Ohren geklingelt haben. Mit etwa einhundert Demonstrationsteilnehmern haben die Bigtab und die BI Auetal, außerdem die Bürgerinitiative gegen den RegioPort BiCon, dem Gast aus Berlin lautstark klar gemacht, was die Region will:

- Schluss mit dem Irrsinn einer milliardenteuren, Natur- und Landschaft zerstörenden Schnellfahrtrasse der Bahn durch das Schaumburger Land!

- Wir brauchen einen schnellen, bedarfsgerechten, trassennahen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Minden-Hannover mit optimalem Lärmschutz!

 

Weitere Fotos findet Ihr auf der Seite der Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung

Und, Herr Ferlemann: Wir sehen uns wieder!



Am Montag, 1. Juli 2019, rufen wir zur Demo gegen den Trassen-Wahnsinn der Bahn auf.

Alle Details und Infos dazu unter Veranstaltungen


Hinweis:

 

Auf Grund der Ferien- und Urlaubszeit findet unser nächster Stammtisch erst wieder im Monat August statt.

 

Termin ist Montag, der 26. August 2019. Ort wie immer die Große Klus in Röcke.


Bündnis 90 / Die Grünen unterstützen uns im Kampf für den trassennahen Ausbau der Bahn

Auf Seiten der niedersächsischen Landespolitik haben wir für unsere Interessen immer schon ein sehr offenes Ohr gefunden, nicht nur bei der in Hannover regierenden Großen Koalition aus SPD und CDU, die den trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Minden-Hannover im Regierungsprogramm stehen hat.

Kürzlich haben wir uns gemeinsam mit Schaumburgs Landrat Jörg Farr mit Vertretern der niedersächsischen Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ausgetauscht. Mit der Fraktionsvorsitzenden Anja Piel, dem Sprecher der Fraktion für Wirtschaft und Verkehr Detlev Schulz-Hendel und Landrat Farr waren wir vollständig einer Meinung:

- Beim Bahnausbau müssen der Verbrauch von Fläche und die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich gehalten werden. Aus diesem Grund setzen sich die niedersächsischen Grünen wie schon bei der Y-Trasse gegen einen Neubau und für den trassennahen Ausbau der Bestandsstrecke ein. Der ist insbesondere im Fall der Strecke Minden-Hannover viel schneller umzusetzen als ein vollständiger Neubau und daher deutlich eher in der Lage, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

- Der Bahnausbau ist kein Thema, mit dem man politische Spiele spielen darf. Die Bürger haben einen Anspruch darauf, fair behandelt zu werden, und das muss vom Bund und vom Land Niedersachsen organisiert und gewährleistet werden. Dem wird die derzeitige Informationspolitik des Bundesverkehrsministeriums nicht gerecht.

- Die Frage eines echten, wirksamen Lärmschutzes ist von essentieller Wichtigkeit. Auf den erhalten die Anlieger der bestehenden Strecke Minden-Hannover aber nur einen gesetzlich und juristisch durchsetzbaren Anspruch, wenn trassennah ausgebaut wird. Hier müssen nicht nur das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sondern auch die Bahn noch dazulernen.


Presseerklärung der BIGTAB

Als Reaktion auf die Äußerungen des Geschäftsführers des Zwecksverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe Joachim Künzel über die Möglichkeit einer neuen Schnellfahrtrasse der Bahn entlang der Autobahn A2, nachzulesen unter anderem im Mindener Tageblatt und in der Neuen Westfälischen, haben wir eine Pressemitteilung veröffentlicht, die wir hier im vollen Wortlaut zum Download zur Verfügung stellen:

Download
Bigtab-Presseerklaerung_05-2019-01.pdf
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